Berufsjubiläum Bernd Schmid: 40 Jahre plus…

„Ich lege weniger Wert auf marmorne Brunnen, dafür auf frisches Wasser!“

Dr. phil. Bernd Schmid ist Gründer (1984) und Leitfigur der heutigen isb GmbH in Wiesloch. Außerdem ist er Vorstand der von ihm ins Leben gerufenen Schmid Stiftung. Er war Initiator und Mitgründer (1992) der Gesellschaft für Weiterbildung und Supervision und des internationalen Netzwerkes INOC (2014). Er ist u.a. Ehrenmitglied der Systemischen Gesellschaft, Mitgründer (2004) und Ehrenvorsitzender Präsidium Deutscher Bundesverband Coaching, Preisträger des Eric Berne Memorial Award 2007 der Internationalen TA-Gesellschaft ITAA und des Wissenschaftspreises 1988 der Europäischen TA-Gesellschaft EATA.

Bernd Schmid studierte Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Psychologie. Zahlreiche seiner mehreren hundert Veröffentlichungen in Schrift, Wort und Bild stellt er im kostenfreien Wissensarchiv des isb einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Seine Essays zu persönlichen und professionellen Themen können kostenlos abonniert werden unter www.blog.bernd-schmid.com.

Wofür steht Bernd Schmid?

„Kultur entsteht durch Kultur und Beispiele machen Schule“

Bernd Schmid wirkt als „Konzeptentwickler, Didaktiker, Lern- und Professionskulturentwickler, Unternehmer und Gründer von Initiativen und Verbänden. Dabei Berater, säkularer Seelsorger (ehemals Psychotherapeut), Mentor, Orientierungsgeber, Anreger, Mahner und Ermutiger für Generationen von Professionellen“.

Genau dieses breit gefächerte Interesse gehört zu dem, was ihn auszeichnet, denn er ist niemals dogmatischer Verfechter einer Schule oder Richtung, sondern ganz im Sinne des systemischen Denkens immer auf der Suche nach dem, was gewinnbringend für die jeweilige „Sache“ ist. Dabei verbindet er den Blick auf Gesamtzusammenhänge mit jenem auf den einzelnen Menschen im System zu einem umfassenden Kulturverständnis. Der teils weltweite Erfolg von Konzepten aus dem isb zeugen in ihrer offenen Vielschichtigkeit von diesem Denken. Sein Themenspektrum reicht dabei vom Arbeiten mit Intuition, Träumen und inneren Bildern bis hin zur Entwicklung komplexer Organisationen und zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen. Er steht für den Ansatz eines humanen Wirtschaftens, der in der isb GmbH und der Schmid Stiftung auch gelebt wird.

Interview mit Bernd Schmid im Rauen Coaching-Magazin 03/2014, ab S. 12.
Weitere Interviews mit Bernd Schmid haben wir hier für Sie hinterlegt.

Bernd Schmids entwicklerischer Tatendrang erwuchs aus dem Wunsch, bestehende Verhältnisse zu verbessern. Er war zunächst als Hochschuldidaktiker und später in Verbänden und Schulen aller Art immer an Grenzen gestoßen: Auf diesen – mit seinen Worten – „Dogmatismus und unreflektierte Einseitigkeit, Opportunismus und träge Gewohnheiten in Konzepten und Vorgehensweisen, in Welt- und Menschenbildern und Verhalten am Markt“ reagierte er mit der Entwicklung von Alternativen, für die er mit großer Überzeugung eintrat und noch heute eintritt. Zunächst damit oft als unbequem erlebt, ging Bernd Schmid seinen eigenen Weg und wurde Unternehmer aus Überzeugung: Er gründete in Wiesloch das isb als Knotenpunkt seiner Arbeit, legte aber ebenso den Grundstein für verschiedene Verbände und professionelle Gemeinschaften. Durch seine Veröffentlichungen wie durch seine in der Praxis überzeugende Arbeit und durch den nachhaltigen Aufbau von isb-typischen Professions- und Organisations-Kulturen erlangte er schließlich breite Anerkennung.

Das isb als Weiterbildungsakademie im systemischen Bereich, als Netzwerkknotenpunkt sowie als Entwicklungswerkstatt für neue Ansätze und Denkweisen steht heute mit seinen annähernd 5000 Absolventen zukunftsfähig im Feld. Dabei ist es gelungen, die ursprünglich ideengebenden Ideale beizubehalten. Sie fließen nicht nur in die Organisation und ihre Unternehmenskultur mit ein (bezahlte Praktika, unbefristete Arbeitsverträge, offene Dialogkultur, Familienfreundlichkeit u.v.m.), sondern sind auch mit inhaltsgebend für die Ausbildungswege am isb.
So findet sich das isb heute oft an vorderster Front mit nachhaltigen Antworten auf Fragen des Zeitgeistes und der Gesellschaft.

„Walk the Talk“

Teil des Lebenswerkes von Bernd Schmid ist die Überzeugung zu leben, was man verbreitet. Dies lebt auch am isb und im isb Netzwerk weiter, so dass bei aller professionellen Nüchternheit die Seele der Menschen angesprochen wird und viele Absolventen das isb als ihre „professionelle Heimat“ sehen, die es auch sein möchte.

"Die isb-Erfahrung, welche unendlich viele Elemente, Fragmente für mich persönlich zusammenfasst, ist mir ein kleiner Schatz geworden, aus dem ich mir immer wieder schöpfe, auch ganz persönlich bei der Frage nach einem sinnvollen Leben!"
 – Aus einem Abschlussbericht nach 2 Jahren isb-Curriculum

„Eine von vielen getragene Organisation“

Geschäftsführer des isb ist heute Thorsten Veith.
Die Schmid Stiftung leitet Susanne Ebert.

Bernd Schmid gelang außerdem etwas, das nicht allen „Gründern“ leichtfällt: Bereits frühzeitig legte er den institutionellen und persönlichen Grundstein für ein eigenständiges Weiterleben der isb GmbH und brachte dieses in den vergangenen Jahren sukzessive auf den Weg, so dass er heute „nicht mehr muss, wohl aber darf, solange ihm Schöpferkraft gegeben ist“.

Neben dem Aspekt der Nachfolge ist auch die Umsetzung getragen von den Idealen, für die Bernd Schmid sein ganzes Berufsleben eintrat: Nach Sicherung seiner persönlichen (wenig luxuriösen) Bedürfnisse fließen nun mit Gründung der Schmid Stiftung und der isb GmbH die finanziellen Überschüsse in weitere Entwicklungen sowie in pro bono Angebote der Stiftung. Die Stiftung hat hierbei ein nachhaltiges und kreatives Konzept: Bernd Schmids Idee einer Integration von Profit und NonProfit folgend stiftet sie kein Geld, sondern KnowHow. Sie bildet den Knotenpunkt zwischen engagierten isb Absolventen und gemeinwohlorientierten Organisationen. Letztere erhalten, vermittelt und konzipiert durch Hauptamtliche der Stiftung sowie umgesetzt durch engagierte Ehrenamtliche, Unterstützung bei der eigenen Organisationsentwicklung in verschiedenen Formaten.
Über einen Stiftungsrat wird auch in der Zukunft sichergestellt, dass die an humanes Wirtschaften angelehnten Grundpfeiler der Organisationen nicht verloren gehen.

Würdigung seiner Arbeit im Feld:

Die Anerkennungen des Feldes kann man Bernd Schmid’s Vita entnehmen. Sie kamen oft spät. Das Konzept, für das er etwa 2007 als erster Deutscher und erster überhaupt im Bereich Organisation die höchste Auszeichnung der internationalen TA-Welt erhielt, den Eric Berne Memorial Award, war zu diesem Zeitpunkt schon 16 Jahre alt und längst Standard im Umkreis des isb:
Das Drei-Welten-Modell ist auch heute noch grundlegender Bestandteil aller Ausbildungen am isb.

70 Lebensjahre | mehr als 40 Jahre Berufserfahrung

Am 12. Dezember 2016 feiert Bernd Schmid seinen 70. Geburtstag und das isb dann sein Berufsjubiläum 40+ am 16. Dezember mit vielen Menschen, die als Weggefährten mit ihm aktuell in einer näheren Beziehung stehen. Mit diesem Jubiläum zieht er sich weiter aus dem aktiven Berufsleben zurück, steht aber weiterhin im Hintergrund mit Erfahrung und Unterstützung zur Verfügung. Damit beginnt für ihn wie auch für die von ihm geschaffenen Organisationen ein neuer Abschnitt.

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